Von Beginn an entwickelte sich in der Sporthalle Kopenhagener Straße ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und keine der beiden Seiten konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Die Eintracht erwischte zwar den besseren Start und ging mit 3:2 in Führung, doch anschließend wechselte die Führung mehrfach. Es blieb ein ausgeglichenes und umkämpftes Spiel.
Auch wenn im Angriff bereits einige schöne Ansätze zu erkennen waren, lief noch nicht alles rund. Teilweise wurden die Angriffe zu früh abgeschlossen oder etwas zu statisch ausgespielt. Gleichzeitig fehlte in der Abwehr immer wieder die letzte Konsequenz, sodass der RHC seine Möglichkeiten nutzen konnte. Trotzdem blieb unsere Mädels dran und ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen.
Bis zur Halbzeit änderte sich daran wenig. Nach dem 9:9 konnte sich der RHC noch einmal einen kleinen Vorteil verschaffen, sodass es mit einem knappen 10:11-Rückstand für unser Team in die Pause ging. Damit war allerdings weiterhin alles offen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng. Die Gäste konnten ihren Vorsprung sogar noch einmal auf 10:12 ausbauen. Dann folgte allerdings die entscheidende Phase des Spiels. Die Eintracht Mädels nutzten eine Zeitstrafe gegen den RHC konsequent aus und bekamen zunehmend mehr Zugriff auf die Partie. Mit ruhigerem Angriffsspiel und besser genutzten Chancen drehte die Mannschaft das Spiel und ging beim 14:13 erstmals wieder in Führung.
Nun waren wir richtig im Spiel. Der Vorsprung wurde weiter ausgebaut und beim 18:14 lagen erstmals vier Tore zwischen beiden Mannschaften. Gerade in dieser Phase zeigte sich, dass die Mannschaft die Überzahlsituation gut genutzt hatte und auch im Zusammenspiel immer wieder sehenswerte Lösungen fand.
Doch der RHC gab sich keineswegs geschlagen. Die Gäste verkürzten wieder und brachten beim 20:18 noch einmal Spannung in die Schlussphase. Die Eintracht verpasste es nun, frühzeitig für eine endgültige Entscheidung zu sorgen, und musste bis in die letzten Sekunden konzentriert bleiben.
Am Ende behielten unsere Mädels jedoch die Nerven und setzten mit dem Treffer zum 21:18 den Schlusspunkt unter eine kämpferische Partie. Nach dem Rückstand zur Halbzeit hatte sich die Mannschaft das Spiel in der zweiten Hälfte Stück für Stück zurückgeholt und den verdienten Heimsieg schließlich ins Ziel gebracht.
Auch auf die Torhüterinnen war an diesem Nachmittag Verlass. Beide zeigten eine sehr gute Leistung und sorgten mit wichtigen Paraden dafür, dass die Eintracht auch in den schwierigen Phasen im Spiel blieb.
Es war sicherlich noch nicht alles perfekt. In der Abwehr fehlte teilweise die nötige Konsequenz und auch im Angriff wurde nicht immer geduldig genug gespielt. Gleichzeitig waren bereits einige schöne Ansätze im Zusammenspiel zu erkennen, auf denen sich weiter aufbauen lässt. Vor allem aber stimmte die kämpferische Einstellung. Die Mannschaft blieb auch nach Rückständen dran, nutzte ihre guten Phasen und belohnte sich am Ende mit einem 21:18-Heimsieg.
Es spielten: Johanna Königsmann, Zoe Amalia Biallas (1), Tessa Jolien Libke (4), Mia Schneider (2), Emilia Kiesel (4/2), Lilly Parlow (1), Ghina Al Ali Algamaz, Lotta Tam (6), Maja Vanessa Schönbeck (3).
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